kənˈspekt
You can scroll the shelf using ← and → keys
You can scroll the shelf using ← and → keys

Der von den Soviets gebaute Park ist ein schöner verwahrloster Platz in Berlin. Es gibt auch lustige Geschichten:
Am 18. Januar 2002 setzte sich Norbert Witte mit seiner Familie und seinen engsten Mitarbeitern nach Lima in Peru ab. Er verschiffte die sechs Attraktionen Fliegender Teppich, Butterfly, Spider, Baby-Flug, Wild River und Jet Star in 20 Schiffscontainern. Mitarbeiter ließen ihn gewähren. Sie glaubten, Norbert Witte baue die Fahrgeschäfte zu Reparaturzwecken ab.
Seit dem Jahr 2002 wurde der Park nicht mehr für Besucher geöffnet. Im August 2002 wurde der Park im Rahmen eines Insolvenzverfahrens abgewickelt. Es blieben Schulden in Höhe von 11 Millionen Euro übrig.
Seitdem verwahrlost das Gelände zusehends und viele Gebäude sind einsturzgefährdet. Es wird 24 Stunden am Tag von einem Sicherheitsdienst bewacht. Das Riesenrad steht zwar noch auf dem Gelände und erinnert an die alten Zeiten, aber außer einem Probedreh am 7. November 2009, drehte es sich bis zum heutigen Tage nicht mehr kommerziell.
Norbert Witte scheiterte auch in Lima mit dem Versuch, einen Lunapark zu betreiben. Am 19. Mai 2004 wurde Norbert Witte zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte versucht, im Mast des Fahrgeschäftes Fliegender Teppich 167 kg Kokain von Peru nach Deutschland zu schmuggeln. Wittes Sohn, Marcel Witte, wurde im Oktober 2006 von einem peruanischen Gericht ebenfalls wegen des Drogenschmuggels zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Zwischenzeitlich hat die peruanische Regierung laut Medienbericht im staatlichen Rundfunksender Radio Programas del Peru abgelehnt, vor Ablauf von 15 Jahren Marcel Witte freizulassen. Als Begründung wird hierbei die abschreckende Wirkung sowie die große Menge des Kokains genannt, welches Witte zu schmuggeln beabsichtigte. Seit Mai 2008 ist Norbert Witte wieder auf freiem Fuß und nach Presseberichten wieder als Verwalter des Spreeparks eingesetzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Spreepark
via boingboing